Braucht ein Zoo Computer?

Hannoversche Erlebniswelten

 

Als ich 1999 gerade als IT-Administrator im Zoo Hannover angefangen hatte, war die im Bekanntenkreis am häufigsten gestellte Frage: “Wozu braucht denn ein Zoo Computer?”

Nun ja, heute, gut zwei Jahrzente später, würde wohl niemand mehr eine solche Frage stellen. Ja, auch ein Zoo braucht Computer. Der in Hannover sogar ziemlich viele. Leider weiß das kaum jemand, weshalb es für Außenstehende nur schwer messbar ist, welche Wertigkeit eine langjährige Dienstzeit als verantwortlicher IT-Leiter einer so modernen Bildungs- und Freizeiteinrichtung als Referenz für berufliches Schaffen besitzt. Kaum jemand ahnt, wie vielschichtig die Anforderungen aus Service, Gastronomie, Merchandising, Presse, Zoologie, Technik, Buchhaltung, Marketing, dem Veranstaltungsgeschäft und nicht zuletzt der Geschäftsleitung an die IT-Abteilung sein können. Die Komplexität dieses Unternehmens liegt z.T. deutlich über der vergleichbar großer Betriebe (in Mitarbeiterzahlen betrachtet).

Und nun stehe ich vor der Aufgabe, aus einem einzigen, 18 Jahre anhaltenden Großprojekt ein Portfolio zu generieren, mit dem ich Sie von meinen Fähigkeiten überzeugen und somit für eine langfristige und erfolgreiche Zusammenarbeit gewinnen kann. Es wäre sicher kein Problem, ein Buch über die tolle Zeit im Zoo Hannover zu schreiben. Weil das aber nicht zielführend wäre, quetsche ich nachfolgend knapp zwei Jahrzente meines Berufslebens in einige wenige Zeilen, die hoffentlich einen hinreichend guten Einblick in mein Schaffen geben.

Also:

…. hmm … wo fange ich an, wo höre ich auf? … ääh …

… klappt nicht! Knapp zwei Jahrzehnte passen nicht in wenige Zeilen. So kurzweilig es war, die ganze Geschichte zu erleben, so langatmig wäre es, sie zu erzählen.

Also hier nun einfach die Kernaussage:

Insgesamt betrachtet hatte ich in dieser abwechslungs- und lehrreichen Zeit mit nahezu sämtlichen Facetten nicht nur der IT, sondern auch der Betriebstechnik und der Unternehmensorganisation zu tun. Stets auf hohem Niveau, jedoch ohne dabei jemals zum Spezialisten für nur eine davon zu werden. Da lacht das Herz eines jeden IT-Generalisten, der in einem solchen Szenario seine Stärken voll zur Geltung bringen kann. Mit anderen Worten: Es ist (m)eine Spezialität, kein Spezialist zu sein.

Zugegeben, dieses Wortspiel mag erst einmal merkwürdig klingen. Aber meine Kunden, die eine gewisse Bandbreite an Themen abgedeckt wissen wollen, schätzen die Vorteile dieser Eigenschaft nicht nur aus Kostengründen. Denn wer seine Unternehmens-IT insgesamt “fit und gesund” erhalten möchte, erreicht dies mit einem erfahrenen “Allgemeinmediziner” meist schneller, einfacher und günstiger als mit einem Dutzend “Fachärzten”, die laufend koordiniert und synchronisiert werden müssen, und deren teures Spezialwissen in breit gefassten Aufgabenstellungen häufig kaum zum Einsatz kommt.

Manchmal darf es eben auch ein wenig mehr sein.

Ihr

Ömer Ozan
treedata IT